Im 19. Jahrhundert legten in Menton Botaniker, viele englischer Herkunft, wunderschöne Gärten an. Dank des vorherrschenden Mikroklimas gelang es ihnen, tropische Pflanzenarten einzuführen, die sich hervorragend akklimatisiert haben. Der Service du Patrimoine bietet Besuchern eine Besichtigungstour der außergewöhnlichsten Gärten an.
Die Stadt nutzt das ihr durch die Natur zuteil gewordene besondere Privileg, indem sie der Gärtnerei hohen Wert beimisst. Die Stadt trägt bereits das Label „Villes et Villages fleuris“ (Beblümte Städte und Dörfer ) und ist von dem gleichnamigen Verband mit „Vier Blumen“ ausgezeichnet worden. Ende 2008 erhielt sie die Höchstsauszeichnung „Fleur d’Or“ 2008-2009, mit der sie die kommenden sechs Jahre außer Konkurrenz steht. Die Stadt der Zitrone ist die einzige Stadt in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur, die auch einen Preis für die Gestaltung ihres Stadtbilds erhalten hat. Somit gehört sie zu den sechs Städten Frankreichs, deren Arbeit und Einsatz landesweit als Beispiel angeführt werden. Diese Auszeichnung ist dem Know-how des Grünflächenamtes der Stadt Menton zu verdanken?
Das mit der Pflege der 46 Hektar Grünflächen beauftragt ist. Vor dem Hintergrund dieser Auszeichnungen hat sich die Produktion der französischen Kultsendung aller Blumenfreunde „Côté Jardins“ zeitweilig in Menton niedergelassen, um hier einige Sendungen aufzuzeichnen.
Das Tourismusbüro organisiert zudem die Mediterranen Tage des Gartens, eine Pflanzenausstellung, die auf der „Esplanade du Bastion“ eine Vielzahl von Baumschulgärtnern anzieht. Die Stadtpolitik legt hohen Wert auf die Pflege und Erhaltung der botanischen Traditionen von Menton. Ausdruck dafür ist die jüngste Rettung des Gartens La Serre de la Madone, die Sanierung des Jardin des Colombières, die ständige Erweiterung der Zitrus-Sammlung des Palais Carnolès...
Auch moderne Gärten wurden im Stadtzentrum geschaffen, wie z. B. am Square des Etats-Unis oder im Jardin du Campanin (Quai Bonaparte). Sie verbreiten mit ihren Granatapfelbäumen und zitronengeschmückten Keramikdekorationen ein wahrhaft mediterranes Flair.
Es war einmal
Eine hübsche Legende wird über die Anfänge der Stadt erzählt, deren Wahrzeichen die Zitrone ist: Die zusammen mit Adam aus dem irdischen Paradies vertriebene Eva soll beim Verlassen des Paradieses heimlich eine goldene Frucht von einem Baum gepflückt und mitgenommen haben. Der den Zorn Gottes fürchtende Adam bat sie vergebens , die Frucht wegzuwerfen. Nachdem beide Berge, Täler und Ebenen hinter sich gelassen hatten, erreichten sie die Bucht von Garavan. Der Golf, die Milde des Klimas, die üppige Vegetation - all dies erinnerte Eva an den paradiesischen Garten Eden. Und so pflanzte sie hier ihre Zitrone ein. Im Laufe der Zeit entstand an dieser Stelle ein kleines Paradies – Menton.

















